Spiel der Päpstlichen Schweizergarde am EMF in Biel
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Die Musikformation der Päpstlichen Schweizer Garde wird das Eidgenössische Musikfest besuchen.
Gegründet wurde die Banda, wie das Korps auch genannt wird, 1881 unter Papst Leo XIII. von Kaplan Johann Baptist Marty und Kommandant Louis Martin de Courten. 145 Jahre später besucht die Formation nun das Eidgenössische Musikfest in Biel/Bienne.
Das Spiel wird während seines Besuchs jeweils die Parademusik eröffnen. Zudem ist ein Auftritt auf dem General-Guisan-Platz geplant.
Das Spiel der Päpstlichen Schweizergarde war letztmals im Sommer 2025 in der Schweiz zu Gast. Auftritte wie damals am Basel Tattoo oder Mitte Mai im Seeland ermöglichen es, das Image der Garde zu stärken. Gleichzeitig hilft es, musikbegeisterte junge Menschen für den Dienst in der Garde zu begeistern.
Im Vatikan wird die Musik als sinnvolle Beschäftigung gefördert. Die Banda unterstützt dabei nicht nur die feierliche Atmosphäre bei religiösen Zeremonien, sondern stärkt auch das Prestige und die Tradition der Schweizergarde und damit des Papsttums.
Seit ihrer Gründung hat sich die Gardemusik von einer einfachen militärischen Begleitung mit Trommlern und Pfeifern zu einer Musikkapelle entwickelt. Sie spielt heute sowohl in Formationen der Blasmusik als auch in kleineren Ensembles. Die Banda ist bekannt für ihre hohe musikalische Präzision und die traditionelle Wertigkeit, die sie in jedes Konzert oder jede Zeremonie einbringt.
Ihr wichtigster Einsatz ist dabei die Vereidigungszeremonie der neuen Gardisten, die jedes Jahr am 6. Mai zum Gedenken an die Plünderung Roms, dem «Sacco die Roma», gefeiert wird. An diesem Tag im Jahr 1527 liessen 147 Gardisten bei der Verteidigung von Papst Clemens VII. ihr Leben.
Die Mindestdauer für den Dienst in der Päpstlichen Schweizergarde beträgt 26 Monate. Das führt zu einer hohen Fluktuationsrate. Dabei fällt auf, dass die Musiker im Vergleich zu den übrigen Gardisten eher bereit sind, ihre Dienstzeit zu verlängern.
Die Musiker werden normalerweise alle zusammen dem dritten von drei Geschwadern zugewiesen. So können die gemeinsamen Proben besser geplant werden. Erfahrene Kameraden ermutigen zudem die jungen Leute und unterstützen das Ensemble mit ihrer über Jahre hinweg gesammelten Erfahrung.
Quelle: Unisono, 8. Januar 2026



