top of page
V6_hellblau_V5.png
EMF26_RGB.png

Suchergebnisse

Search this site

222 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • 🎶 Unser Soundlogo ist da! Wer ist der Gewinner? 🎶

    Das Eidgenössische Musikfest hat seinen musikalischen Fingerabdruck gefunden: Der Wettbewerb zum Komponieren eines einzigartigen Soundlogos ist entschieden – Jan Müller hat mit seiner Idee die Jury überzeugt. Eingespielt wurde die Komposition mit voller Klangkraft von der Brass Band Emmental . Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diese gelungene Umsetzung! Wir freuen uns, das neue Soundlogo künftig als unverwechselbares Erkennungszeichen des Eidgenössischen Musikfests zu präsentieren.

  • Bundesrat zu Besuch

    (Text per romontsch pli engiu) Am Eidgenössischen Musikfest 1976 in Biel ist der Bundesrat durch den Seeländer Rudolf Gnägi vertreten gewesen. Auf dem Bild von 1976 ist Bundesrat Rudolf Gnägi flankiert vom Standesweibel und den Ehrendamen. Zu sehen sind weitere Ehrenmitglieder. Der bundesrätliche Besuch war einer der Höhepunkte des Eidgenössischen Musikfests 1976 in Biel/Bienne - zumal Rudolf Gnägi aus dem kaum 6 Kilometer von Biel entfernten Schwadernau stammt. Die bundesrätliche Delegation für 2026 ist noch nicht bestimmt. Das Bild stammt aus dem Mémreg, dem historischen Archiv der Region Biel/Seeland/Berner Jura, und zwar aus der Sammlung Ueli Tüscher. Das regionale Gedächntnis mémreg ist im Jahr 2000 zum 150-jährigen Jubiläum der Firma W. Gassmann AG entstanden. Die zweisprachige Datenbank enthält Bild- und Filmdokumente sowie Texte, welche die Geschichte der Region von ungefähr 1850 bis heute illustrieren und erzählen. Rudolf Gnägi  (* 3. August   1917  in Schwadernau , Kanton Bern ; † 20. April   1985  in Spiegel bei Bern , heimatberechtigt  in Schwadernau) war ein Schweizer   Politiker  ( BGB / SVP ). Als Bundesrat  war er Verkehrs- und Verteidigungsminister und bekleidete zweimal das Amt des Bundespräsidenten . Cusseglier federal sin viseta Alla Fiasta federala da musica 1976 a Bienna ei il Cussegl federal staus representaus entras Rudolf Gnägi ord il Seeland. Sin la fotografia da 1976 ei il cusseglier federal Rudolf Gnägi flancaus dil salter e las damas d’honur. Plinavon ves’ins auters commembers d’honur. La viseta dad in cusseglier federal ei stau in punct culminont dalla Fiasta federala da musica 1976 a Bienna – oravontut cunquei che Rudolf Gnägi era oriunds da Schwadernau, che ei mo 6 kilometers naven da Bienna. La delegaziun dil Cussegl federal per 2026 ei buc aunc enconuschenta. Il fotografia deriva ord la Mémreg, igl archiv dalla regiun Bienna/Seeland/Jura bernes, numnadamein ord la documentaziun dad Ueli Tüscher. Las regurdientschas regiunalas Mémreg ein naschidas igl onn 2000 per il giubileum dalla firma W. Gassmann SA. La rimnada da datas bilingua cuntegn documents en maletgs e films, sco era texts che raquentan ed illustreschan la historia dalla regiun naven da circa 1850 entochen oz. Rudolf Gnägi (* ils 3 dad uost   1917  a Schwadernau , cantun da Bern a; † ils  20 dad avrel   1985  a   Spiegel sper Bern a, oriunds da Schwadernau) ei staus in politicher svizzer (PPS). Sco cusselgier federal eis el staus minister da traffic e defensiun, plinavon eis el staus duas ga caupresident.

  • Samuel Heuer (95)*, OK 1976: «Ihr werdet sehen, das Fest wird Erfolg haben»

    Eine Delegation des OK Eidgenössisches Musikfest 2026 hat den 95-jährigen Samuel Heuer besucht. Er hat vor 50 Jahren mitgeholfen, diesen Grossanlass erstmals in Biel/Bienne durchzuführen.   Der Unternehmer Samuel Heuer ist ein erfahrener Organisator – nebst dem Edigenössischen Musikfest 1976 hat er auch ein Schwingfest, ein Sängerfest und einen Corso mit Rennautos aus Le Mans durchgeführt. Sämu Heuer, wie er im Seeland genannt wird, wurde über Jahrzehnte als Organisator geschätzt.   Spezialist für Umzüge Besonders mit Festumzügen weiss er Bescheid. So hat er auch zwei Défilés der Armee in Biel mitorganisiert – an der Dufourstrasse habe es Platz für das Publikum und für weitere Fussgänger, empfahl er dem heutigen OK. Der Aufmarsch müsse generalstabsmässig organisiert sein. Denn die Bevölkerung erwarte eine Show! Das ist auch der Grund, wieso Heuer die Tattoos in Edinburgh und Basel so schätzt. « Ein Fest muss vibrieren!», so sein Tipp.   OK-Präsidentin Nadja Günthör und Vizepräsident Michel Graf informierten Samuel Heuer über den Stand der Arbeiten und die grosse Begeisterung über die Seeländer Rettungsaktion nach der Absage von Interlaken. Demnächst werden die Wettspiellokale definitiv bestimmt und danach können die beiden Marschmusikstrecken ausgewählt werden.   « Ein Fest muss vibrieren!» Heuer ist aufgrund dieser Informationen überzeugt: « Das gibt ein schönes Fest. Ihr werdet sehen, der Anlass wird Erfolg haben.» Biel sei musikfreundlich, weil es auch eine welsche Stadt ist, so Heuer weiter. Er erinnert sich, dass 1976 die Leute vor Freude auf den Tischen getanzt haben.   Den Besuchern gibt er Tipps: « Fragt frech in den Schulen für Helferinnen und Helfer.» Denn: « Wer frech und freundlich ist, kommt eher ans Ziel.» OK-Präsidentin Nadja Günthör betonte im Gespräch, dass es heute auch wichtig ist, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten.   Finanzsorgen gab es schon damals, weshalb Heuer über die Sponsoren sagt: « Es steht immer einer nachts auf, der Geld gibt – aber Du musst wissen, wo er schläft.»   Selber Musikant Das Fest gehöre ins Zentrum der Stadt und müsse zum Volksfest werden, forderte Heuer. Platzkonzerte und Uniformen sind ihm deshalb wichtig. Dennoch gibt es laut dem 95-Jährigen einen Unterschied zu anderen Veranstaltungen: « Der Musikant ist eine Stufe höher – er säuft nicht, er trinkt».   Heuer hat früher in der Musikgesellschaft Brügg Trompete gespielt. Von sich sagt er, er habe gut geküsst, weshalb er auch stets einen geraden Ton spielen konnte. Für Heuer ist Musik ein inneres Erlebnis. Er sagt deshalb aus vollem Herzen: « Ich wünsche diesem Fest viel Erfolg!» * Nachtrag: Samuel Heuer ist am 2. September 2025 verstorben. Wir kondolieren seinen Angehörigen.

  • Wenn das nur gut geht ...

    Die Musikgesellschaft Reichenbach kann auf 125 Jahre wechselhafte Vereinsgeschichte zurückblicken. Das gilt auch für das Eidgenössische Musikfest in Lugano.   Hans Bettschen ist seit 1954 bei der MG Reichenbach und heute deren ältester Musikant. Ausserdem ist er Ehrenmitglied des Bernischen Kantonal-Musikverbands. Der Zeitung «Der Frutigländer» erzählte er einige Reminiszenzen aus dem Vereinsleben. Da heisst es beispielsweise (Auszug):   Kaum zwei Jahrzehnte später sei dann am Eidgenössischen Musikfest 1991 in Lugano «alles in die Hose gegangen», meint Hans Bettschen rückblickend: «Uns wurde erst bei der Ankunft eine andere Unterkunft als vorgesehen zugewiesen. Wir dachten, dass die zuständigen Helfer vor Ort dies unserem Mann, der etwas später die Uniformen brachte, mitteilen würde.» Dem sei nicht so gewesen und so hatten sie keine andere Wahl, als in ihrer Privatkleidung aufzutreten.   «Für das Einspielen blieb uns keine Zeit. Natürlich war dann unsere Darbietung schlecht.» Der zweite Tag sei nicht besser gewesen, erinnert sich der 87-Jährige: «Am nächsten Tag brachte uns eine Betreuerin des Veranstalters anstatt an den Beginn der Vorführungsstrecke an deren Ende. Als wir das festgestellt hatten, rannten wir zurück.»   Da hoffen wir doch, dass es in Biel 2026 grundsätzlich besser funktionieren wird – auch wenn die Musikgesellschaft Reichenbach nicht teilnehmen wird!

  • Gemeinsam nach Biel  

    (Text per romontsch pli engiu) Reto Lehner ist einer der Initianten. Reto Lehner, Dirigent ed in dals iniziants dal project. Im Engadin ist ein Gemeinschaftsprojekt für das Eidgenössische Musikfest gestartet worden.   Viele Engadiner Musikgesellschaften können nicht am Eidgenössischen Musikfest 2026 in Biel teilnehmen. Deshalb gibt es ein Projekt für die Musikerinnen und Musiker, die dennoch am grossen Fest teilnehmen möchten. Sie schliessen sich für diesen Anlass in einem Ensemble zusammen, das den Namen Uniun Musicala Engiadina trägt.   Das romanische SRG-Radio RTR hat das Projekt in einem ausführlichen Beitrag vorgestellt. Dirigent ist Reto Lehner. Nachstehend ist der vollständige Bericht von Flurin Juon  auf der SRG-Website zum Projekt zu finden – das OK in Biel/Bienne freut sich riesig über das Engadiner Projekt!   SRG-Radio RTR: Da cuminonza a Bienna   En l’Engiadina ei vegniu lantschau in project communabel per la Fiasta federala da musica.   Bia societads da musica dalla Engiadina san buc prender part alla Fiasta federala da musica 2026 a Bienna. Perquei dat ei in project per musicistas e musicists che lessan tuttina prender part a quella fiasta gronda. Els semettan ensemen en in ensemble che senumna  Uniun Musicala Engiadina.   Il Radio Romontsch RTR ha mess avon quei project en ina contribuziun detagliada. Dirigent ei Reto Lehner.   L’entira contribuziun da Flurin Juon sur il project ei dad anflar sin la website dalla SRG. Il comité d’organisaziun a Bienna selegra zun fetg sur da quei project.     Radio Romontsch RTR:

  • Jetzt benötigen wir Deine Hilfe!

    Die Helfersuche für das Eidgenössische Musikfest hat begonnen. Wir suchen genau Dich! Alle haben es toll gefunden, dass das Eidgenössische Musikfest 2026 in Biel/Bienne stattfinden kann – und die Absage von Interlaken damit bedeutungslos bleibt. Damit das auch klappt, benötigen wir viele Helferinnen und Helfer! Das weltgrösste Musikfest sucht DICH! Vom 11. - 19. Mai 2026 benötigen wir Helfende mit Herz, Freude und Teamgeist. Ob am Infostand, in der Gastronomie, beim Bühnenaufbau, in den Konzertlokalen oder als gute Seele im Hintergrund – wir zählen auf Dich! Weitere Erklärungen, die Gegenleistungen und das Anmeldeformular findest Du HIER. In der Anmeldung kann man seine Wunsch-Tätigkeit und die verfügbaren Daten angeben. Deshalb gilt: Jetzt sofort anmelden und Teil der Bieler Musikgeschichte werden!   Der Link ist emf26.ch/helfer

  • Das sind die Komponisten der Aufgabestücke  

    (Text per romontsch pli engiu) Wer steckt hinter den Aufgabestücken fürs Eidgenössische Musikfest 2026?   Die Pflichtstücke haben Gesichter und Geschichten: Es sind Schweizer Komponisten aus allen Landesteilen, die mit ihren Werken den musikalischen Wettbewerb prägen.   Auf emf26.ch ist ihre Vita zu finden – kompakt vorgestellt, mit Einblicken in Ausbildung, Werdegang und musikalische Handschrift. So lernen die 25’000 Musikantinnen und Musikanten, die in Biel auftreten werden, auch die Menschen kennen, die hinter den Partituren stehen.   Jetzt reinklicken: emf26.ch/komponisten   Quei ein ils cumponists dils tocs da pensum   Tgi ein ils auturs davos ils tocs da pensum per la Fiasta federala da musica 2026 ?   Ils tocs cumponi han fatschas ed historias: Els ein cumponi da svizzers ord tut las regiuns da nossa tiara e dattan tempra alla concurrenza musicala.   Sin emf26.ch anfleis vus lur cuors da veta en fuorma cumpacta. Quels dattan investa en scolaziun, andamen e signatura musicala. Aschia emprendan 25'000 musicantas e musicants, che sepresentan a Bienna, era d’enconuscher las persunalitads davos las partituras.   Dei ina egliada sin: emf26.ch/komponisten https://www.emf26.ch/fr/komponisten https://www.emf26.ch/it/komponisten

  • FAQ zum Eidgenössischen Musikfest

    Auf der Website des Eidgenössischen Musikfests ist neu der Bereich FAQ aufgeschalten.   Zu finden ist das FAQ via Navigation (die drei Striche ganz oben rechts).   Die Abkürzung FAQ steht im Englischen für «Frequently Asked Question», was so viel wie « häufig gestellte Frage»  bedeutet. Auf deutschsprachigen Webseiten sind neben «FAQ» auch die Überschriften «Fragen und Antworten» oder «Antworten auf häufig gestellte Fragen» anzutreffen.

  • Dringender Aufruf an die Vereine

    Leider gibt es noch immer Vereine, welche die Anmeldung auf dem Anmeldetool nicht vollständig abgeschlossen haben. Diesen drohen gravierende Nachteile bei der Einteilung. Alle Vereinsverantwortlichen sind hiermit aufgerufen, im Anmeldetool ( events.windband.ch )  die noch fehlenden Angaben SOFORT einzufügen: der Name ihrer Dirigentin/ihres Dirigenten die Namensliste oder mindestens alle Namen der Mitglieder und Aushilfen mit Doppelmitgliedschaften (also Mitglieder, die am Eidgenössischen Musikfest in zwei oder mehr Vereinen spielen). Andernfalls kann bei der demnächst bevorstehenden Einteilung keine Rücksicht auf Doppelmitgliedschaften genommen werden. Das elektronische Einteilungssystem berücksichtigt Doppelmitgliedschaften vorbildlich – aber wenn sie nicht angegeben sind, ist bei der Einteilung und auch nachher nichts mehr zu machen. Bei Problemen wenden Sie sich bitte an info@emf26.ch Danke vielmals für das sofortige Ausfüllen dieser (schon längere Zeit überfälligen) Angaben.

  • So finden Sie Ihren Verein

    (Text per romontsch pli engiu) Auf der Website des 35. Eidgenössischen Musikfests sind nun alle 550 angemeldeten Vereine zu finden. Diese können nun auch ihre Sozialen Medien hinterlegen. Wollen Sie wissen, ob sich « Ihr »  Verein für das Eidgenössische Musikfest 2026 in Biel/Bienne angemeldet hat? Das ist jetzt ganz einfach möglich: - Über den Direktlink https://www.emf26.ch/vereine - Alternativ finden Sie die Vereinssuche auf der Website ganz oben rechts im Menu als 4. Punkt Mit der dort hinterlegten Suche lassen sich aber alle teilnehmenden Sektionen einer bestimmten Klasse finden. So entdeckt man beispielsweise, dass die Kategorie Brass Band Höchstklasse eine Walliser Meisterschaft mit Zuger Beteiligung ist. Ab sofort können die Vereine zudem ihre Kanäle in den Sozialen Medien hinterlegen. Das geschieht über das Anmeldetool events.windband.ch . Profitieren Sie von dieser Möglichkeit! Fehlende Dirigentinnen und Dirigenten sollten möglichst rasch im gleichen Anmeldetool events.windband.ch eingegeben werden. Danke für Ihre Hilfe!   Aschia anfleis Vus Vossa uniun Sin la website dalla 35avla Fiasta federala da musica anfleis Vus tut las 550 musicas che ein s’annunziadas. Quellas san era deponer las medias socialas. Leis Vus saver, sche «Vossa» societad da musica ei s’annunziada per la Fiasta federala da musica a Bienna? Quei ei fetg sempel : -  Sur il link https://www.emf26.ch/vereine -  Sco alternativa anfleis Vus la tscherca dad uniuns sin la website sisum dretg el menu sut il punct 4. Cun la tscherca deponida leu, anfleis tut las secziuns dad ina classa definida. Aschia ves’ins per exempel, che la categoria da brass band dalla classa superiura ei in campiun vallesan cun participaziun da Zug. Naven dad immediat san las uniuns deponer lur canals en las medias socialas. Quei succeda tras l’utensil d’annunziaziun events.windband.ch . Profitei da quella pusseivladad ! Sche dirigentas ni dirigents mauncan, duessan quels vegnir annunziai ton pli spert sur il tool d’annunziaziun events.windband.ch . Engraziel per Vies sustegn !

  • Dringender Aufruf an die Vereine

    Leider gibt es noch immer Vereine, welche die Anmeldung auf Hitobito nicht vollständig abgeschlossen haben. Diesen drohen gravierende Nachteile bei der Einteilung. Alle Vereinsverantwortlichen sind hiermit aufgerufen, im Hitobito die noch fehlenden Angaben SOFORT einzufügen der Name ihrer Dirigentin/ihres Dirigenten die Namensliste oder mindestens alle Namen der Mitglieder und Aushilfen mit Doppelmitgliedschaften (also Mitglieder, die am Eidgenössischen Musikfest in zwei oder mehr Vereinen spielen). Andernfalls kann bei der demnächst bevorstehenden Einteilung keine Rücksicht auf Doppelmitgliedschaften genommen werden. Das elektronische Einteilungssystem berücksichtigt Doppelmitgliedschaften vorbildlich – aber wenn sie nicht angegeben sind, ist bei der Einteilung und auch nachher nichts mehr zu machen. Danke vielmals für das sofortige Ausfüllen dieser (schon längere Zeit überfälligen) Angaben.

  • Vom Wettbewerbsvirus infiziert

    Bild: Susanne Goldschmid Wie beurteilt eine erfolgreiche Dirigentin das Eidgenössische Musikfest? Isabelle Ruf-Weber ist die Doyenne unter den Schweizer Dirigenten. Ein Gespräch über Wettbewerbe, Juroren und wünschbarer Gelassenheit.  Interview: Theo Martin     Was bedeutet das Eidgenössische Musikfest für   Sie persönlich? Das Eidgenössische Musikfest ist für mich ein weiterer Anlass zum friedlichen Wettstreit mit anderen Orchestern zur Standortbestimmung für die teilnehmenden Vereine und Dirigenten. Es bietet aber auch die wunderbare Möglichkeit zum geselligen Zusammensein und zu inspirierenden Begegnungen. Früher dachte ich, dass echtes Musizieren in der Gemeinschaft sich nicht mit dem Wettbewerbsgedanken vereinen lässt. Der Ehrgeiz allein, den Notentext eines Werkes möglichst adäquat umzusetzen, sollte Freude und Begeisterung im Orchester erzeugen und die musikalische Qualität steigern. Wettbewerbe aber hinterlassen wenige Gewinner nebst vielen Enttäuschten.   Ist das noch immer so? Mit der Leitung des Blasorchesters Neuenkirch hat bei mir ein Umdenken eingesetzt. Ich begegnete da einer sehr motivierten Truppe, offen für Neues und bereit, sich durch die vertiefte Auseinandersetzung mit zwei Werken intensiv auf einen Wettbewerb vorzubereiten. Ohne grossen Druck, übertriebenem Probenaufwand und Aufstockung von Registern entstand eine ungeheure Dynamik im Verein. Erste Erfolge stellten sich ein, das Orchester und jeder einzelne Musiker gewannen an Qualität und Sicherheit. Diese positive Erfahrung, erreicht ohne übertriebenen Ehrgeiz und verbissenem Siegesstreben, infizierte mich mit dem Wettbewerbsvirus und hat so meine kritische Einstellung gegenüber Musikwettbewerben verändert. Im Wissen natürlich, dass erfolgreiche Orchesterarbeit auch ohne Wettbewerbsteilnahme möglich ist. Das Eidgenössische Musikfest bietet allen motivierten Vereinen die Möglichkeit, in der Vorbereitung solch wertvolle Impulse zu sammeln. Über die blosse Rangierung am Wettbewerb hinaus, lässt sich so die musikalische Qualität steigern und der Zusammenhalt im Orchester fördern.   Welche persönlichen Erinnerungen haben sie an frühere Eidgenössische Musikfester? Als Dirigentin erinnere ich mich gerne an die beiden Festsiege in der 1. Klasse und dem viel beachteten Auftritt in der Höchstklasse in St. Gallen mit dem Blasorchester Neuenkirch. Eine wunderbare Entschädigung für den geleisteten Aufwand und die Bestätigung den richtigen Weg eingeschlagenen zu haben. Diese Erfolge setzten zusätzlich Kräfte frei für innovative Projekte ausserhalb der Wettbewerbszeit. Als Jurorin denke ich gerne an die Zeit zurück, wo ich als Greenhorn zusammen mit bestandenen Kollegen erste Erfahrungen sammeln konnte.   Worauf freuen Sie sich in Biel besonders? Ich schätze es wieder einmal so viele Orchester zu hören. Diesmal bin ich nicht als Dirigentin aktiv und kann mich als Jurorin voll auf die Wettbewerbsvorträge fokussieren. Stärkeklasse und Besetzungstyp spielen dabei keine Rolle. Gerne schreibe ich dann auch aufbauende Berichte, die über die reine Bewertung des Ist-Zustandes hinaus Verbesserungsvorschläge und Tipps an Dirigenten, Register und Solisten enthalten. Ich freue mich auch, viele bekannte Leute zu treffen, mit denen ich sonst kaum Kontakt habe. Auf den befruchtenden Gedankenaustausch mit anderen Juroren bin ich ebenfalls gespannt. Musik verbindet!   Was ist die Herausforderung als Jurorin? An einem Eidgenössischen Musikfest nehmen sehr viele Vereine teil – 550 sind es diesmal in Biel. Um die damit verbundene lange Präsenzzeit als Jurorin zu verkraften, ist es mir sehr wichtig, psychisch und physisch fit und frisch zu bleiben. Die Organisatoren schaffen mit einem idealen Zeitplan und auch mit reichhaltiger Verpflegung und Getränken beste Voraussetzungen dazu. Besonderen Wert lege ich auch auf hilfreiche Notizen während und unmittelbar nach den zu bewertenden Vorträgen, damit ich am Abend noch nachvollziehen kann, wie bspw. die Band am frühen Morgen gespielt hat.   Wie hat sich die Qualität der teilnehmenden Orchester verändert? Nach meiner Erfahrung als langjährige Jurorin hat sich die Qualität aller Stufen verbessert, wenn auch nicht in jeder Region der Schweiz genau gleich. Zu verdanken ist diese erfreuliche Entwicklung der fundierten Förderung des Nachwuchses an den Musikschulen und einer  guten Aus- und Weiterbildung der Dirigenten. Es gilt, diese Voraussetzungen weiter zu pflegen und die Jugend immer wieder für unser wunderbares Hobby zu begeistern, auch wenn das Angebot an Freizeitbeschäftigungen stetig wächst. Die teilweise rückgängige Zahl der Bläserjugend an Musikschulen sollte uns dazu aufrütteln. Ich versuche, mit der Leitung von Jugendorchestern und der Durchführung von Workshops für Unter- und Mittelstufendirigenten meinen Beitrag zu leisten. Auch die Vereine sind gefordert, mit innovativen Projekten die musikalische Zukunft mitzugestalten.   Wo sehen Sie die Zukunft solcher Festivals? Wichtig ist, dass es sie weiter gibt – für alle Klassen und Besetzungstypen. Die diversen Wettbewerbsangebote sind in der Schweiz vorbildlich. Die Vereine sollten dieses vielseitige Angebot nutzen und mit einer intensiven Wettbewerbsvorbereitung die musikalische Entwicklung und den Zusammenhalt zu fördern. Die Dirigenten sind dabei der Motor und die Motivatoren in diesem Prozess.   Haben sie eine persönliche Botschaft an Publikum und Musizierende? Bei aller Ernsthaftigkeit eines Wettbewerbs sollte die Freude am Musizieren und Zusammensein mit Gleichgesinnten nicht verloren gehen. Eine gewisse Gelassenheit anstelle eines verbissenen Strebens nach dem Sieg ist hilfreich bei den musikalischen Vorträgen, aber auch bei der Einordnung der Rangierung. Resultate sind von diversen Faktoren abhängige Momentaufnahmen und sollten daher nicht überbewertet werden. Sie sind aber als das Produkt eines wertvollen Entwicklungsprozesses einzuordnen und geben Hinweise für das zukünftige Schaffen im Verein. Dem Publikum und den Musizierenden empfehle ich als Inspirationsquelle Vorträge anderer Vereine unterschiedlicher Stärkeklassen und Besetzungstypen anzuhören. Es öffnet den Blick über den eigenen musikalischen Umkreis hinaus für Neues.

bottom of page