Fulminante Eröffnungsfeier auf der Esplanade
- 14. Mai
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Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffnete am Mittwochabend das 35. Eidgenössische Musikfest 2026. Den VIP-Gästen präsentierte sich anschliessend im Nebia ein Spitzenkonzert des Symphonischen Blasorchesters der Schweizer Armee.
«Musikgesellschaften in der Schweiz sind viel mehr als nur eine Frage von Noten, Harmonien und Wettbewerb. Sie bilden das Netz eines Erbes, das mit Traditionen, Symbolen und Referenzen geprägt ist, die eine Geschichte erzählen – unsere Geschichte» sagte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider am Mittwoch auf der Esplanade. Mit diesen Worten eröffnete die Magistratin das 35. Eidgenössische Musikfest, welches nach der abgesagten Durchführung von Interlaken in Biel organisiert wurde. Über 400 geladene Gäste und zahlreiche Besucher feierten den Start des viertägigen Grossevents. Unter den bekannten Gesichtern im Publikum konnte man Armeechef Benedikt Roos ausmachen, Vertreter der Solothurner Regierung, den Bieler Medienpatron Mario Cortesi und Exponenten aus der Schweizer Blasmusikszene.
Gleich verschiedene Formationen zeigten zu Beginn der Feier, wie unterschiedlich und variantenreich die Blasmusikgruppen daherkommt. Der Tambourenverein T-O-M gab den Rhythmus vor, die Trompeten Fanfare setzte mit der Melodie ein und die Streetbandits liessen mit der EMF26-Hymne «Between Lakes and Mountains» ordentlich Stimmung aufkommen. Da mochte selbst der aufkommende Wind keinen Abbruch tun. Dass das Jugendspiel JUBIS Biel den musikalischen Rahmen gestaltete, verstehen die Veranstalter als klares Zeichen zu den Nachwuchsmusizierenden.
Mut und Vertrauen brauche es, um ein solches Fest auf die Beine zu stellen, sagte OK-Präsidentin Nadja Günthör in ihrer Eröffnungsrede. Dieses Event gehöre allen, betonte sie. Wenn viele zusammenarbeiten und am gleichen Strick ziehen, so könne ein grossartiger Anlass entstehen. «Willkommen in einer herzlichen Stadt», begrüsste anschliessend die Bieler Stadtpräsidentin Glenda Gonzalez Bassi das Publikum. Man wolle vier Tage lang die Musik feiern und eine gemeinsame Sprache sprechen. Man feiere auch eine Kraft, sagte Luana Menoud-Baldi, Präsidentin des Schweizerischen Blasmusikverbands. Das Eidgenössische sei zudem eine Investition in die Jugend, welche die Tradition der Blasmusik aufrechterhalten soll. Und damit eben auch unsere Geschichte. Denn was in diesen Tagen gefeiert werde, gehe über das EMF hinaus.
Nach 10 Jahren übergab das OK des EMF 2016 in Montreux die Fahne des SBV an Nadja Günthör als Vertreterin des EMF 2026 in Biel. Damit geht das Fest offiziell in die neuen Hände über. Dieser feierliche Moment lockte kurzerhand die Sonne am ansonsten Wolkenbehangenen Himmel hervor. Nicht weniger feierlich waren die Grussworte von Nationalratspräsident Pierre-André Page, Ständerats-Vizepräsident Werner Salzmann und Berner Regierungsratspräsident Christoph Neuhaus. Noch bevor Menschen Grenzen ziehen konnten, hätten sie bereits gesungen und Musik gemacht. Musik könne Menschen verbinden und Brücken bauen, sagte Salzmann weiter in seiner Ansprache. Es sei der gegenseitige Respekt, der den richtigen Klang schaffe. Musik erziele Nähe und Verständnis, was insbesondere bei der Blasmusik zu spüren sei.
Nach dem offiziellen Festakt wurden die Ehrengäste im Nebia vom Sympohonischen Blasorchester der Schweizer Armee mit der Nationalhymne empfangen. Während eines rund einstündigen Konzerts zeigten 65 Musikanten um Chefdirigent Gaudens Bieri, weshalb das Ensemble sowohl im In- wie Ausland zu den beliebtesten Formationen gehört. «Was ist das Wichtigste beim Musizieren? Wir müssen auf die anderen hören – und dann hören die anderen auch auf uns», mahnte abschliessend Bundesrätin Baume-Schneider. «Was für die Musik gilt, gilt ebenso für die Schweiz.»




